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10. FIRST STEPS
AWARDS
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Berlinale Palast
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Offener Brief 10. First Steps Award im Berlinale Palast Heute war ich zum First Steps Award eingeladen. Voll grosser Freude bin ich zu dem Ereignis im Berlinale Palast gegangen. Kurz vor dem Betreten des Roten Teppichs wurde mir das Darüberschreiten mit der Begründung Das Outfit sei der Presse beim Roten Teppich nicht zumutbar untersagt. Was bedeutet diese Schwarze Ledermaske? Offizielle Aussage ist, dass den Menschen gezeigt wird, dass jeder irgendwie eine Maske trägt. Nun interpretiert fast jeder etwas anderes in diese Maske hinein: ein entstelltes Gesicht, Wrestling, Batman & Spiderman und so manch Erwachsener Fetisch. Etwa 4 Jahre (zufällig genauso lange wie Madonna auch) habe ich mich der Fetischszene hingegeben, ja das stimmt: diese Ledermaske und der Künstlername sind authentisch. In dieser Zeit habe ich viele Extremerfahrungen mit sogannten Fetischisten gemacht. Im SM-Bereich ist mir aufgefallen dass viele bereits in Kindesjahren oftmals schrecklich grausame Gewalterfahrungen machten. Offizielle Statistik besagt, dass jedes 5. Kind unter Gewalt aufwächst, das bedeutet aber auch, dass jeder 5. ERWACHSENE unter Gewalt aufgewachsen ist. Somit ist mein Standpunkt klar: Wenn die Gesellschaft es nicht schafft, dass ihre Kinder gewaltfrei aufwachsen, dann MUSS die Gesellschaft auch unterschiedlichste Formen der Kindheitserlebnisaufarbeitung von Erwachsenen tolerieren.
Das man irgendwo auf Grund eines Maskenoutfits mal nicht reinkommt, das ist eine Sache. ABER dass ein Event wie die First Steps Awards jemandem den Gang über den Roten Teppich untersagt, weil er anders aussieht, das ist eine Schande! Und zwar wegen der Vorbildfunktion der Veranstalter gegenüber den Nachwuchsfilmemacher(in)n, Nachwuchsschauspieler(in)n, Nachwuchsdrehbuchautor(in)en Die klare Aussage der Veranstalter: Wir diskriminieren also darfst du das auch! Abschliessend möchte ich mich noch H E R Z L I C H S T bei allen First Steps Awards-Gästen bedanken welche mir durch positive Gespräche die Kraft gegeben haben den Abend durchzuhalten. Dann eben doch noch irgendwie (das ist eine andere Geschichte) in den Festsaal und anschliessend zur After-Show-Party gekommen zu sein. Die meisten Gäste nehmen Master Patrick als Künstler wahr, sind voller Interesse, suchen oftmals ein kürzes oder längeres Gespräch und gehen eben dann auf ihre Vorstellung beim Anblick dieser Maske ein. Da passt es auch, dass ich als Kind schon grosser Batman- und Spidermanfan war, mich als Jungendlicher für Wrestling interessiert habe, als junger Erwachsener Fetischerfahrungen sammelte und zum Glück kein durch Unfallverletzungen gezeichnetes Gesicht habe. "Zum Glück" deshalb, da tatsächlich ein Dokumentarfilm über einen Pariser welcher ein durch einen Motorradunfall vollkommen entstelltes/verbranntes Gesicht hat und auf das Tragen solcher Ledermasken angewiesen ist, einer der letztendlichen ausschlagebenden Argumente war, weshalb auch ich mich mit dieser schwarzen Ledermaske das erste mal auf die grosse Preisverleihung Teddy Award der Berlinale 2006 gewagt hatte.
10. FIRST STEPS AWARDS im BERLINALE PALAST
Die Preisverleihung
Die Gewinner sind Der Preisträger in der Kategorie Kurzfilme bis 25 Minuten AM ANDEREN ENDE Regie: Philipp Döring Der Preisträger in der Kategorie Spielfilme bis 60 Minuten WAGs Regie: Joachim Dollhopf & Evi Goldbrunner Der Preisträger in der Kategorie Dokumentarfilme DIE MASSNAHME Regie: Maik Bialk Der Preisträger in der Kategorie Werbefilme VERDISSIMA LINGERIE "CELEBRATE SENSUALITY" Regie: Alex Eslam & Hanna Maria Heidrich Der Preisträger in der Kategorie Drehbuch KATHARINA KRESS Der Preisträger in der Kategorie Abendfüllende Spielfilme SCHWERKRAFT Regie: Maximilian Erlenwein
AFTERSHOW PARTY Mercedes Benz Atrium
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